• 24. April 2024 14:50

Deutschland erhöht humanitäre Hilfe für Menschen in Gaza

Michael Falkenberg

VonMichael Falkenberg

Feb 12, 2024
Deutschland erhöht humanitäre Hilfe für Menschen in Gaza

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal. Um das Leid zu lindern, erhöht Deutschland erneut seine humanitäre Hilfe für die Menschen in den palästinensischen Gebieten.

Obwohl während der humanitären Pause deutlich mehr Hilfsgüter die Grenze überschritten haben, bleibt die humanitäre Lage in Gaza äußerst angespannt. Nach dem brutalen Angriff der Terrororganisation Hamas auf den Staat Israel und seine Bevölkerung am 7. Oktober leidet auch die Zivilbevölkerung in Gaza unter den Folgen des Terrors. Die Versorgung der Zivilbevölkerung mit Grundversorgung und Dienstleistungen ist zusammengebrochen und Hunderttausende Menschen dort, darunter viele Kinder, leiden Mangel an lebenswichtigen Dingen: Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung. Daher ist es wichtig, dass humanitäre Hilfe schnell und ohne Hindernisse an die Zivilbevölkerung in Gaza verteilt werden kann. Dies war einer der Schwerpunkte der vier Besuche von Außenministerin Baerbock in der Region seit dem 7. Oktober.

Deutschland erhöht seine humanitäre Hilfe

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock kündigte an, dass Deutschland seine humanitäre Hilfe für die Menschen in den palästinensischen Gebieten erhöhen wird.

Auf einer Pressekonferenz in Amman am 19. Oktober erklärte die Außenministerin:

Wir verstärken unsere Unterstützung für die Palästinenser, die ebenfalls Opfer dieses Terroranschlags der Hamas geworden sind. Die Bundesregierung hat beschlossen, unsere humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung in Gaza sofort um 50 Millionen Euro aufzustocken. Diese Mittel werden verwendet, um internationale Organisationen wie das Welternährungsprogramm, UNICEF und vor allem UNRWA zu unterstützen, damit die Menschen in Gaza mit Nahrungsmitteln versorgt werden können. Unsere Botschaft ist klar: Wir werden unschuldige palästinensische Mütter, Väter und Kinder nicht im Stich lassen.

Die Bundesregierung sieht das Leid der Menschen in Gaza und hat ihre humanitäre Hilfe wiederholt aufgestockt, zuletzt am 9. Januar 2024 um 8 Millionen Euro. Damit beläuft sich die Gesamthilfe für die palästinensischen Gebiete auf 211 Millionen Euro, wovon seit dem 7. Oktober 138 Millionen Euro an neuen Mitteln bereitgestellt wurden.

Nahrung, Wasser, Medikamente und Hygieneartikel

Das Auswärtige Amt arbeitet mit den Vereinten Nationen und erfahrenen internationalen Hilfsorganisationen zusammen, um die dringend benötigte Hilfe zu den Menschen in Gaza zu bringen. Zu unseren Partnern vor Ort gehören das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), das Welternährungsprogramm und das Deutsche Rote Kreuz.

Mit der humanitären Hilfe, die Deutschland leistet, können die Organisationen Grundnahrungsmittel, medizinische Versorgung und Hygieneartikel nach Gaza bringen. Verteilte Hilfsgüter sind unter anderem Hirse, Reis, Kichererbsen und Öl sowie medizinische Produkte wie Wundverbandmaterial und Spritzen.

Ernennung der deutschen Sonderbeauftragten für humanitäre Fragen im Nahen Osten

Außenministerin Baerbock hat die erfahrene Karrierediplomatin Deike Potzel zur deutschen Sonderbeauftragten für humanitäre Fragen im Nahen Osten ernannt. Sie fungiert in dieser Rolle als Gegenstück zum US-Sonderbeauftragten David Satterfield und als zentrale deutsche Ansprechpartnerin für Akteure in der Region. Die Arbeit der Sonderbeauftragten ist eingebettet in die internationalen Bemühungen, die humanitäre Krise zu lindern, in der sich die Zivilbevölkerung in Gaza aufgrund der Terroranschläge der Hamas befindet.

Im Rahmen der humanitären Pendeldiplomatie in der Region ist die Sonderbeauftragte Ansprechpartnerin für UN-Organisationen (OCHA, UNRWA, WFP, UNICEF) und das IKRK sowie für internationale und regionale Partner. Sie steht auch in engem Kontakt mit den Verantwortlichen für humanitäre Hilfe in der Region und den Hauptstädten unserer Partner. Ihre Arbeit baut auf dem langjährigen humanitären Engagement Deutschlands sowie auf den Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region auf.

Vorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) spielt eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der palästinensischen Bevölkerung mit Grundbedürfnissen. Ende Januar 2024 wurden Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Organisation erhoben. Generalkommissar Lazzarini hat sofort Schritte unternommen, um auf diese Vorwürfe zu reagieren. Deutschland wird im Einvernehmen mit anderen Geberländern bis zur Klärung des Sachverhalts vorerst keine weiteren Mittel für UNRWA in Gaza freigeben – neue Mittelzusagen stehen ohnehin nicht an. Unsere weitere humanitäre Hilfe für Gaza wird fortgesetzt.

Fazit

Die humanitäre Lage in Gaza bleibt angespannt, doch Deutschland leistet entschiedene Hilfe. Außenministerin Baerbock stockte die Unterstützung auf 211 Millionen Euro auf, um den Menschen vor Ort Nahrung, Wasser, Medikamente und Hygiene zu ermöglichen. Die Bundesregierung verurteilt die Hamas-Angriffe und setzt sich für eine schnelle und ungehinderte Verteilung der Hilfsgüter ein. Mit der Ernennung von Deike Potzel zur Sonderbeauftragten unterstreicht Deutschland sein Engagement für Frieden und Stabilität in der Region. Bleiben Sie informiert und zeigen Sie Solidarität mit den Menschen in Gaza!

Michael Falkenberg

Michael Falkenberg

Michael Falkenberg ist ein erfahrener Nahost-Korrespondent, der derzeit aus dem Konfliktgebiet zwischen dem Gazastreifen und Israel berichtet. Er verfügt über ein tiefgreifendes Verständnis der komplexen politischen und sozialen Dynamiken der Region und liefert seinen Lesern fundierte und objektive Berichterstattung.

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