• 24. April 2024 14:44

Der globale Angriff auf Juden (Antisemitismus nimmt zu)

Michael Falkenberg

VonMichael Falkenberg

Dez 6, 2023
Der globale Angriff auf Juden (Antisemitismus nimmt zu)

In jüngster Zeit haben antisemitische Vorfälle weltweit zugenommen, auch in westlichen Ländern, die die Notwendigkeit der Existenz Israels betonen.

Juden werden angegriffen und ermordet

Im vergangenen Monat wurden jüdische Personen nicht nur in Israel und von der Hamas angegriffen, sondern auch weltweit, mit physischen Angriffen in den USA und Europa. Diese Angriffe, die nach den aggressiven Aktionen der Hamas am 7. Oktober stattfanden, unterstreichen die Bedeutung der israelischen Selbstverteidigungsmaßnahmen im Gazastreifen.

Die radikale Gruppe führt zusammen mit ihren Unterstützern im Westen einen Krieg gegen das jüdische Volk, der über einen bloßen Territorialkonflikt mit Israel hinauszugehen scheint. In Fällen, in denen westliche Regierungen ihre jüdischen Bürger nicht angemessen schützen, ist Israel der einzige Zufluchtsort für Juden.

In jüngster Zeit kam es zu gewalttätigen Übergriffen auf jüdische Bürger in Dagestan, Russland, sowie in anderen Teilen des Nordkaukasus. In Deutschland haben antisemitische Übergriffe zugenommen, unter anderem wurde am 18. Oktober eine Berliner Synagoge mit Molotowcocktails beworfen. Obwohl deutsche Beamte diese Taten verurteilt haben, sind weitere proaktive Maßnahmen erforderlich.

Jüdische Schulen sind nicht mehr sicher

Im Vereinigten Königreich haben Sicherheitsbedenken zur vorübergehenden Schließung von zwei jüdischen Schulen in London geführt, und viele jüdische Bürger fühlen sich unsicher, wenn sie ihre religiösen Symbole zur Schau stellen. Bei groß angelegten Protesten in London wurde die Beseitigung Israels und seiner Bürger gefordert. Auch in Sydney, Australien, kam es nach dem Hamas-Anschlag zu Hassreden.

In den USA hat ein aktueller Bericht der Anti-Defamation League einen Anstieg der antisemitischen Vorfälle vom 7. bis zum 23. Oktober um 388 % im Vergleich zum Vorjahr aufgezeigt. Dazu gehören körperliche Angriffe und die Unterstützung der Hamas bei Anti-Israel-Kundgebungen.

Diese Vorfälle unterstreichen, dass Antizionismus und Antisemitismus nicht voneinander zu unterscheiden sind. Die Angriffe auf Synagogen, Kinder und Flughäfen lassen sich nicht als bloße Opposition gegen die israelische Politik rechtfertigen.

Unwissenheit und Antisemitismus florieren

Trotz dieser Tatsachen unterscheiden einige westliche Intellektuelle und Politiker weiterhin fälschlicherweise zwischen Antizionismus und Antisemitismus. Sie sind bereit, die von der Hamas und ihren Anhängern begangene Gewalt zu übersehen und sie als antikolonialen Widerstand zu bezeichnen.

Israel muss seinen Überlebenskampf fortsetzen, und es ist ungerecht, wenn westliche Politiker einen Waffenstillstand im Gazastreifen fordern, während sie es versäumen, jüdische Bürger in ihren eigenen Ländern zu schützen. Diese Selbstgefälligkeit droht die Verpflichtung nach dem Holocaust zu untergraben, solche Gräueltaten „nie wieder“ zuzulassen.

Die Notwendigkeit, die Juden zu schützen

Der derzeitige weltweite Krieg gegen die Juden erinnert die westlichen Gesellschaften eindringlich an ihre Verantwortung, ihre jüdischen Gemeinden zu schützen. Die Geschichte hat gezeigt, dass das Versäumnis, jüdische Bürger zu schützen, letztlich die Demokratie selbst gefährdet.

Geschichte des Antisemitismus

Antisemitismus, d. h. Feindseligkeit und Vorurteile gegenüber Juden, hat eine lange und dunkle Geschichte, die über zwei Jahrtausende zurückreicht. Im antiken Griechenland und Rom wurden Juden ausgegrenzt, weil sie sich weigerten, die vorherrschenden religiösen und kulturellen Normen zu übernehmen.

Im Mittelalter wurden die Juden häufig zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme gemacht, was zu einer weit verbreiteten Verfolgung und Ausweisung aus verschiedenen europäischen Ländern führte. In Spanien nahm die Inquisition Juden ins Visier, die zum Christentum übergetreten waren, aber verdächtigt wurden, heimlich das Judentum zu praktizieren. An anderen Orten wurden Juden in abgesonderte Gebiete, so genannte Ghettos, verbannt und diskriminierenden Gesetzen unterworfen.

Das berüchtigtste Beispiel für Antisemitismus in der Geschichte ist der Holocaust, bei dem etwa sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Deutschland und seinen Kollaborateuren systematisch ermordet wurden. Dies war der Höhepunkt jahrhundertelanger antisemitischer Gesetze und Propaganda, die Juden als eine Bedrohung für die deutsche Nation darstellten.

Der Antisemitismus hielt auch nach dem Holocaust an, da Juden in verschiedenen Ländern weiterhin Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung ausgesetzt waren. In der Sowjetunion gerieten Juden ins Visier des staatlich geförderten Antisemitismus, während in der arabischen Welt der Konflikt mit Israel häufig antisemitische Stimmungen schürte.

Auch heute noch äußert sich Antisemitismus in verschiedenen Formen, darunter gewalttätige Angriffe, Online-Belästigungen und die Verbreitung von Verschwörungstheorien. In einigen Fällen wird der Antisemitismus als Kritik an Israel verschleiert, wobei Juden kollektiv für die Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht werden. Antisemitismus ist auch in rechts- und linksextremen politischen Bewegungen weit verbreitet, wobei Juden zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme oder globale Ereignisse gemacht werden.

Schlussfolgerung

Antisemitismus hat eine lange und schmerzhafte Geschichte, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, aber auch heute noch ein hartnäckiges und beunruhigendes Problem darstellt. Um Antisemitismus anzugehen und zu bekämpfen, muss man seine verschiedenen Formen erkennen und aktiv daran arbeiten, seinen schädlichen Auswirkungen auf jüdische Einzelpersonen und Gemeinschaften weltweit entgegenzuwirken.

Michael Falkenberg

Michael Falkenberg

Michael Falkenberg ist ein erfahrener Nahost-Korrespondent, der derzeit aus dem Konfliktgebiet zwischen dem Gazastreifen und Israel berichtet. Er verfügt über ein tiefgreifendes Verständnis der komplexen politischen und sozialen Dynamiken der Region und liefert seinen Lesern fundierte und objektive Berichterstattung.

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